Mondlandung
Wie eine Mondlandung mit ungewissem Ausgang erscheint der deutsch-russischen Familie Käfer ihre Umsiedlung nach Deutschland. Werden Sie hier ein neues Zuhause finden?
Während Yuri (Anton Levit) ein wirklich neues Leben anfangen und seine Vergangenheit, die ihn ins Gefängnis brachte, hinter sich lassen will, rutscht Dimi (Andrej Dronov), der jüngere der Brüder, immer mehr in ein Umfeld falscher Freunde und falscher Versprechen ab. Yuri würde ihm gerne helfen, doch in diesen ersten Tagen in Deutschland muss er selbst mit seinen Orientierungsschwierigkeiten im neuen Land kämpfen. Er sucht sich eine Arbeit, besucht den Sprachunterricht und verliebt sich sogar, in die Tochter seines neuen Arbeitskollegen Ralf. Der Konflikt zwischen den beiden Brüdern, die ganz unterschiedlich mit der neuen Heimat klarkommen, spitzt sich immer mehr zu, und irgendwann müssen sie sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen wollen. (Festivalkatalog)
Angeregt durch ein Dokumentarfilm-Projekt zeigt „Mondlandung“ einen glaubwürdigen Ausschnitt aus den Lebensbedingungen einer russlanddeutschen Einwandererfamilie und wird zugleich von fiktionalen Elementen des Spielfilms getragen.
Durch seine unmittelbare Kamerasprache, die provokante Musik und nicht zuletzt wegen den hervorragend agierenden Darstellern entfaltet der Film eine besondere Intensität.
Mit der „Lobenden Erwähnung“ will die Interfilm-Jury die Konsequenz dieses Vorhabens würdigen, das trotz beschränkter Produktionsmittel realisiert wurde, und dem es gerade durch sein Festhalten an der russischen Sprache gelingt, die Fremdheit unüberhörbar in Szene zu setzen.